Bewegung: Vielfalt in der Bildung darstellen statt Homo- und Transphobe Panikmache

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Seit einiger Zeit formiert sich in Deutschland eine Bewegung gegen die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Trans* Menschen in Deutschland und die Vermittlung ihrer Gleichwertigkeit in Bildungs-einrichtungen. Nach dem Vorbild der „Maif pour tous“ (dt: Demo für alle) in Frankreich haben Rechte verschiedener Spektren – von AfD und christlicher Rechte bis hin zu offenen Neonazis – versucht, gegen die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sowie Regenbogenfamilien zu hetzen. Unter dem Label der „Besorgten Eltern“ wird nun in ganz Deutschland zu Demonstrationen gegen die angebliche „Frühsexualisierung von Kindern“ und die „Entmündigung der Eltern“ bei der Sexualaufklärung aufgerufen – so auch für den 28. März in München.

Gegen Bildungsprogramme, in denen die Gleichwertigkeit verschiedener geschlechtlicher und sexueller Identitäten und Orientierungen betont werden, soll mobil gemacht werden. Dabei werden auch die pädagogischen Fachkräfte in den Schulen und Kindertagesstätten verunglimpft und ihnen ein Interesse an alters- und zeitgemäßer Sexualpädagogik, oder die Fähigkeit diese umzusetzen, in Abrede gestellt. Hiergegen hat sich in München Wiederstand gebildet. Auch ich beteilige mich am Bündnis „Vielfalt statt Einfalt„. Was aufgrund der neurechten Propaganda jedoch leicht aus dem Blick gerät, ist, dass gerade in bayerischen Kitas und Schulen Heteronormativität sowie das traditionelle Bild von Ehe und Familie meistens noch bestimmend sind. Die Forderung nach „Vielfalt statt Einfalt!“ gilt also nicht nur gegen die rechte Mobilisierung sondern muss auch für die bayerischen Bildungspläne gelten.

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