Vor Ort: „Vielfalt statt Einfalt muss überall gelten – auch in bayerischen Bildungseinrichtungen“

Am 28. März nahmen über 350 Menschen an der ersten Kundgebung des neugegründeten Münchner Aktionsbündnisses „Vielfalt statt Einfalt“ am Sendlinger Tor teil. Ich unterstütze das Bündnis seit der Gründung im Februar und habe mich sehr gefreut, als Bildungspolitikerin auf der Kundgebung zu sprechen. Die Kundgebung wurde organisiert, weil die sogenannten Besorgten Eltern angekündigt hatten, nach München zu kommen – dass die trans- und homophobe Gruppe ihren Termin aufgrund der breiten Gegenmobilisierung absagen musste, kann nur als großer Erfolg gewertet werden.

Meine Rede im Wortlaut hier.

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Jedoch bleibt in Bezug auf die gleichberechtigte Darstellung verschiedenster Lebensweisen und Identitäten besonders in den bayerischen Lehrplänen noch viel zu tun. Denn Heterosexualität und das Bild der klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie ist immer noch das alles bestimmende Bild dieser Lehrpläne. Ebenso wie das Unsichtbar-machen migrantischer Lebensrealitäten ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand bei Bildungsrichtlinien und in Lehrmitteln. Die Forderung nach „Vielfalt statt Einfalt“ richtet sich daher nicht nur an die neurechten HetzerInnen von AfD, „Besorgte Eltern“ und co, sondern auch an die EntscheidungsträgerInnen im bayerischen Bildungsbereich.

 

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