Im Gespräch: MOOC’s und E-Learning an der TU München

v.l.n.r. Manfred Stross, Nicole Gohlke, Elvira Schulze

v.l.n.r. Manfred Stross, Nicole Gohlke, Elvira Schulze

Am 20. Juli besuchte ich im Rahmen der Sommertour das Medienzentrum der TU München und informierte mich über die dort realisierten E-Learning-Konzepte und insbesondere über die sogenannten MOOCs (Massive Open Online Courses). MOOCs sind Onlinekurse ohne Zulassungsbeschränkungen. Die Teilnahme ist zwar kostenlos – einzige Zugangsvorausetzung ist ein Rechner und ein Internetanschluss – wenn jedoch ein Zertifikat über den Abschluss erworben werden soll, fallen hierfür Gebühren an. Werden in einem Semester so viele Kurse abgeschlossen, um eine ähnlich hohe Auslastung wie im Präsenzstudium zu erreichen, ergeben sich allerdings schnell Summen in Höhe von Studiengebühren. Darüber hinaus ist noch nicht geklärt, an welchen Hochschulen und Einrichtungen diese Zertifikate überhaupt anerkannt werden. Die TU München ist bundesweit eine der führenden Universitäten im Bereich der MOOCs. Zurzeit werden an der TU die Kurse „Quality Engineering und Management“ sowie „Autonomous Navigation for Robots“ als MOOCs angeboten. Durch die Bereitstellung als Onlinekurse können Studierende aus allen Ländern weltweit an diesen Spezialvorlesungen teilnehmen. Hier können MOOCs z.B. eine gute Ergänzung zu „klassischen“ Vorlesungen sein. Eine breite Öffnung Von Angeboten der höherer Bildung, für sonst ausgeschlossene Personenkreise, hat sich hingegen in der Praxis bis jetzt leider nicht eingestellt. Die neuen technischen Möglichkeiten auch so zu nutzen, dass sie Selektivität im Bildungssystem überwinden helfen, dass muss Aufgabe linker Politik sein.

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