Im Gespräch: Kikus – Zentrum für Kindliche Mehrsprachigkeit

20160718_Kikus_kleinIm Rahmen meiner Sommertour 2016 besuchte ich am 18 Juli 16 das Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit (Kikus) in München. Im sehr informativen Gespräch mit der Gründerin Frau Dr. Garlin lernte ich mehr über die Aktivitäten des Vereins und das zugrunde liegende pädagogische Konzept. Mehrsprachigkeit gehört heute schon zum Alltag und sie wird immer wichtiger.
Hierbei geht es nicht nur um den Erwerb von Deutsch als Zweitsprache, sondern auch um den Erhalt und Ausbau der Erstsprachen. Der gemeinnützige Verein bietet neben sprachfördernde Kurse für Kinder auch Fortbildungen für Pädagog*innen und Lehrkräften in ihrer Methode an.
In ihrem Selbstverständnis betont die gemeinnützige Organisation: „Unser Hauptanliegen ist es, Sprache und Bildung allen Kindern zugänglich zu machen, damit Chancengleichheit möglich werden kann. Wir stehen für die Wertschätzung aller Sprachen ein und handeln nach der Auffassung, dass Mehrsprachigkeit ein gesellschaftliches GUT ist. Wir sind davon überzeugt, dass diese Wertschätzung Integration ermöglicht und interkulturelle Kompetenzen fördert.“ Dem schließe ich mich natürlich an. Um den erhöhten Bedarf an Lehrkräften mit Erfahrung mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) gerecht zu werden, fordert DIE LINKE im Bundestag, in allen Lehramtsstudiengängen mit dem Unterrichtsfach Deutsch und allen Germanistikstudiengängen verpflichtend DaZ-Module aufzunehmen. Jedoch ist gerade beim Spracherwerb auch die frühkindliche Förderung von besonderer Bedeutung.
Mehr über die tolle Arbeit von Kikus, u.a. auch zu ihren Grundseminaren für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen, findet ihr hier.

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