Im Gespräch: Helfer*innenkreis Hansastraße

refugees_welcomeIm Rahmen meiner Sommertour traf ich mich am 27. Juli mit Vertreter*innen des Münchner Helfer*innenkreis „Tübinger und Hansastraße“. Sowohl in der inzwischen geschlossenen Unterkunft in der Tübingerstraße wie auch in der Handsastraße sind vor allem junge geflüchtete Männer untergebracht, die von dieser ehrenamtlichen Struktur unterstützt werden.
In netter Atmosphäre berichteten mir die Helfer*innen von ihren Aktivitäten und insbesondere von den Angeboten zum Deutschlernen. Neben Kursen gibt es für die geflüchteten Männer auch die Möglichkeit eigenständig am Computer zu lernen – oder auch einfach mal kostenlos zu surfen – und bei verschiedenen Aktivitäten, wie z.B. Spieleabenden, kann das gelernte gleich praktisch umgesetzt und geübt werden. Dass der Zugang zu öffentlich finanzierten Deutschkursen von der sogenannten Bleibeperspektive und somit vom Herkunftsland abhängt, wurde von den Ehrenamtlichen als problematisch angesehen. Diese Lücke versuchen sie mit ihren ergänzenden Angeboten mit viel Engagement zu schließen. Auch die Linksfraktion im Bundestag kritisiert diese Regelung. Sie ist erstens an sich diskriminierend, da sie z.B. keinerlei Rücksicht auf die persönliche Lage der Betroffenen und ihrem individuellem Anspruch auf Asyl nimmt, und zweitens führt dies auch immer wieder zu Unruhe in den Unterkünften. Sprache ist ein wichtiger Baustein für die Integration. Daher muss für alle von Anfang an der Zugang gewährt werden!

Share this Post