Vor Ort: Hätte der Heilige Martin sich für eine gerechte Verteilung von Reichtum eingesetzt? DIE LINKE meint „Ja“!

20161111_stmartinAm St. Martinstag führte ich eine öffentliche Bürger*innensprechstunde zum Thema „Gerechte Steuerpolitik“ am Tegernseer Platz in Giesing durch. Obwohl München eine reiche Stadt ist, sind es nicht alle ihre Bürger*innen. Über 92.000 Münchner*innen müssen ihren Lebensunterhalt ausschließlich von Sozialleistungen wie Hartz-IV und Sozialhilfe bewältigen. Weitere verdienen so wenig, dass sie ihren Lohn vom Amt aufstocken lassen müssen. Dabei sind die Regelsätze für eine teure Stadt wie München viel zu niedrig und die freiwilligen kommunalen Leistungen, wie der München-Pass oder die IsarCard S, reichen nicht aus. Dabei wäre bei einer anderen Steuerpolitik genügend Geld zur Ausfinanzierung einer bedarfsdeckenden Absicherung oder für sozialen Wohnungsbau da. Das zu thematisieren liegt mir besonders am Herzen – nicht nur zum St. Martinstag, aber an diesem besonders: Denn am 11. November werden für die Kleinen Laternenumzüge organisiert, und mit der Geschichte vom Heiligen Martin vermitteln wir unseren Kindern auch den Wert des Teilens. Und leider sind auch viele Kinder häufig von Armut betroffen: so erhalten von den rund 165.000 unter 14 jährigen Münchner*innen 20.000 Sozialgeld, da ihre Eltern nicht genügend Einkommen haben. Insbesondere Alleinerziehende sind stark gefährdet, aber auch Bürger*innen mit Sprachhindernissen oder geringer beruflicher Qualifizierung. Armut ist auch sehr stark mit Scharm besetzt. Daher war es mir wichtig, zu diesem Tag direkt mit Bürger*innen in meinem Wahlkreis ins Gespräch zu kommen. Bei einer ausgewogenen finanziellen Beteiligung der wohlhabenden Bevölkerungsteile, z.B. durch die Einführung einer Millionärssteuer und der überfälligen Erbschaftssteuerreform wäre nämlich genügend Geld da. Nicht nur der Heilige Martin, auch die LINKE findet: Teilen macht Spaß!

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