Vor Ort: zum Vorlesetag an der Mittelschule am Inzeller Weg

 

Zum 13. Mal fand am Freitag, den 18. November der bundesweite Vorlesetag statt, an der sich auch wieder die Mittelschule am Inzeller Weg in Berg am Laim beteiligte. Der Tag ist jährlich das größte Vorlesefest mit über 110.000 Vorlesern bundesweit. Gern folgte ich dem Aufruf der Direktorin Karin Weinberger an ihrer Mittelschule vorzulesen. In einer der 5. Klassen las ich den Kindern aus dem Buch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel vor. Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche, denen in ihrer frühen Kindheit vorgelesen wurde, einen positiven Bezug zum Lesen entwickeln. Das bringt den Kindern nicht nur Spaß – das Vorlesen hilft auch dabei, den Wortschatz aufzubauen und Kindern, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben im Schnitt auch bessere Noten in der Schule. Als Bildungspolitikerin finde ich es sehr schade, dass rund einem Drittel aller Kinder nur selten oder gar nicht vorgelesen wird, obwohl die positiven Effekte so klar auf der Hand liegen. Deswegen möchte ich durch meine Unterstützung des Vorlesetags dazu beitragen auf die Bedeutung des Vorlesens hinzuweisen. Egal ob in der Kita, der Schule oder Zuhause in der Familie: das Vorlesen verbindet und ist ein guter Anlass sich mit Geschichten gemeinsam auseinanderzusetzen. Zum Vorlesen besuchen Unterstützer aus Politik und Kunst oder auch Journalisten für eine Doppelstunde eine Klasse der Mittelschule am Inzeller Weg. Dort stellen sie ein selbstgewähltes Buch vor, lesen einen Ausschnitt und reden mit den Kindern über den Text. Den Kindern hat das heute sichtlich Spaß gemacht! Ich bin begeistert, dass sich das Kollegium mit solchen Projekten befasst und so um Abwechslung im Unterricht kümmert. Auch für mich war das ein sehr besonderer Termin.

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