Bewegung: Warnstreik bei „Geld und Wert“

20170113_Prosegur_gesamt_Nicole_1Am Freitag, den 13. Januar traten die ver.di Kolleg*innen vom „Geld und Wert“ in den Warnstreik. In der Branche sind bundesweit rund 11.000 Arbeitnehmer*innen beschäftigt, davon zwei Drittel im Geld- und Werttransport und ein Drittel in der Geldbearbeitung. Ich war in München selber vor Ort, um meine Unterstützung zu zeigen und durfte auf der zentralen Kundgebung am Marienplatz vor mehreren Hundert Kolleg*innen ein Grußwort halten.
In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di eine Erhöhung der Löhne um 1,50 Euro in der Stunde und eine Angleichung der Entgelte in den unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Denn bislang klaffen die Löhne regional um bis zu 40 Prozent auseinander, und das Angebot der Arbeitgeber ist einfach nur als skandalös zu bezeichnen: die angebotenen 28 Cent Lohnerhöhung pro Stunde werden wahrscheinlich kaum die Preissteigerungsrate ausgleichen können.
20170113_GuW_Nicole1_kleinVor allem aber brauchen wir eine generelle Debatte zum Wert von gesellschaftlich wichtiger Arbeit. Ob in der Pflege, Erziehungsarbeit, im Sicherheitsbereich oder auch bei „Geld und Wert“ – die Kolleg*innen leisten viel, anstrengende und teilweise gefährliche Tätigkeiten, die die Gesellschaft dringend benötigt. Das muss endlich richtig honoriert und respektiert werden. Eine faire Entlohnung gehört dazu. Nicht zuletzt bedeuten die derzeitigen Löhne für viele Kolleg*innen auch im Alter schlechte Renten und Altersarmut.