Steigende Obdachlosigkeit in München vom Bund mitverursacht

Die Anzahl der Münchnerinnen und Münchner in akuter Wohnungslosigkeit ist in der letzten Zeit stark angestiegen. Alleine die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die in Angeboten der Stadt so wie Notquartieren untergebracht sind, hat sich seit 2011 mehr als verdoppelt. „Insbesondere in einer reichen Stadt wie München ist die hohe Obdachlosigkeit einfach nur beschämend, “ sagt Nicole Gohlke, Münchner Bundestagsabgeordnete der LINKEN. „Statt wahlkampfmotiviertem Gepolter von Schulz und seiner SPD ist hier ein integriertes Gegensteuern auf allen Ebenen vom Bund bis zur Kommune gefragt.“
Auf sich alleingestellt, stößt selbst eine Kommune wie München bei der Vermeidung von Obdachlosigkeit und prekären Lebenslagen an ihre Grenzen, wenn ihre Bemühungen von der Bundespolitik untergraben werden wie durch den verschlechterten Zugang für EU-Staatenangehörige zu Leistungen nach dem 12. Sozialgesetzbuch. Wer im Bund die verfehlte Strukturpolitik und die Politik der sozialen Kälte mitträgt, macht sich unglaubwürdig, wenn er gleichzeitig die Auswirkungen in der Kommune, wie steigende Wohnungslosigkeit und prekäre Verhältnisse auf dem „Tagelöhner-Strich“ beklagt.