Vortrag und Diskussion bei DIE LINKE.SDS Nürnberg: Soziale Durchlässigkeit und Bildung

Am vergangenen Dienstag den 12. April durfte ich auf Einladung des Studierendenverbands DIE LINKE.SDS Nürnberg im gut besuchten Nachbarschaftshaus Gostenhof einen Vortrag zu „Soziale Durchlässigkeit und Bildung“ halten. Als hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag sprach ich über die Gesamtsituation verschiedener BildungsinstiIMG-20180412-WA0000tutionen in der BRD und vor allem in Bayern. Von 100 Studierenden aus Arbeiterfamilien schafft es gerade einmal ein/e Studierende/r bis zur Promotion. Ferner ist die Zahl der Studierenden aus Akademikerhaushalten, die einen Hochschulabschluss erwerben fünf Mal so hoch wie die aus Arbeiterfamilien. Dies sind traurige Zustände, an denen der Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft, sozialer Schicht und Bildungsabschluss unmittelbar zu erkennen ist. Aus diesem Grund steht die Partei DIE LINKE für sozialen Ausgleich durch Bekämpfung jener strukturellen Ungleichheit. Ein weiteres Problem in Bayern ist die Selektion von SchülerInnen nach der vierten Klasse. Das viergliedrige Schulsystem in Bayern ist ein Überbleibsel aus der Feudalzeit, das zur Aufrechterhaltung der Ungleichheit führt und deshalb umgehend abgeschafft gehört! Daneben sind Forderungen der Partei für die anstehende Landtagswahl in Bayern gebührenfreie Bildung sowie ein Stopp der Kommerzialisierung der Bildung. Denn viele große Firmen haben zu viel Einfluss darauf, was in Schulen an Unterrichtsinhalten vermittelt wird. Weiter kritisierte ich die bestehende Große Koalition und den durch sie verursachten Investitionsstau im Bildungsbereich. Für den Bildungshaushalt gab die schwarz-rote Bundesregierung unter Merkel den niedrigsten, je gemessenen Betrag in der Geschichte der Bundesrepublik aus. Im Vergleich dazu werden für den Verteidigungshaushalt Beträge im doppelten Milliardenbereich ausgegeben. Im Anschluss an meinen Vortrag hatten die ca. 60 BesucherInnen Raum und Zeit für Fragen, die für reichlich Diskussionsbedarf sorgten.