Zu Besuch bei der Münchner Tafel

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Kreissprecher der Münchner LINKEN, Ates Gürpinar, die Münchner Tafel zu besuchen und mit ihrer Vorsitzenden Frau Kiethe zu sprechen.
Schon seit 24 Jahren gibt es die Münchner Tafel, die aber nicht Teil des bundesweiten Tafel-Verbundes ist, Essen an Bedürftige aus. Zur Zeit versorgt sie 20.000 Menschen; die Warteliste ist lang, nur absolute Härtefälle können versorgt werden. Denn auch in der eigentlich so reichen Stadt München leben ca. 120.000 Menschen unter oder am Rande der Armutsgrenze.
Über ihre Bundesfreiwillligenstellen versucht die Tafel, Menschen, die schwer einen Job finden, wie Langzeiterwerbslose oder Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei letzteren stellt sich die Regierung von Oberbayern aber immer öfter quer und vergibt an die Geflüchteten keine Arbeitserlaubnis. Dies beklagt die Münchner Tafel.
Am Ende unseres Besuches zeigte uns Herr Schweiger die größte Ausgabestelle in München, die Ausgabe an der Großmarkthalle. Von den Menschen, die sich hier einmal in der Woche anstellen müssen, um sich und ihrer Familien zu versorgen, sind die meisten Senior*innen, Menschen, die unter einer Erkrankung leiden sowie Alleinerziehende.
In Deutschland gibt es rund 1000 Tafeln, die die Ärmsten der Armen versorgen und somit dort helfen, wo die Sozialpolitik versagt. Deshalb fordern wir als LINKE die Abschaffung von HartzIV und die Einführung einer sanktionsfreien Mindestsicherung. Ich werde mich weiterhin für eine Wende in der Sozialpolitik einsetzten, um dieser bitteren Armut ein Ende zu setzen. Ich bin sehr froh, dass in München die Tafeln und die vielen Ehrenamtlichen eine so gute Arbeit leisten.