Nicole Gohlke im Gespräch mit: Thomas Goes

„Linker Populismus als Strategie für DIE LINKE?“ – das war die Frage, die ich am Montag, den 17. September gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftler am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) Thomas Goes und über 50 Interessierten diskutierte. Grundlage hierfür war das Buch „Ein unanständiges Angebot? Mit linkem Populismus gegen Eliten und Rechte.“, das Goes gemeinsam mit der Kasseler Stadtverordneten der LINKEN Violetta Bock letztes Jahr heraus brachte.

Der Autor plädierte für mehr linken Populismus, der DIE LINKE anschlussfähiger machen soll für diejenigen, die weder politisch organisiert noch aktiv sind und um Wählerinnen und Wähler von linker Politik zu überzeugen. Dies könne jedoch nur aufgehen, wenn DIE LINKE gleichzeitig ihre Bildungsarbeit ausbaut, damit die Kritik an bestehenden Verhältnissen nicht bei populistischen Aussagen stehen bleibt, sondern das gesamte System in den Fokus nimmt, so Goes. Ein weiter wichtiger Bestandteil von Goes‘ und Bocks Konzept ist die enge Zusammenarbeit mit und die Unterstützung von sozialen Bewegungen, Gewerkschaftsarbeit und Stadtteilinitiativen. So ließen sich verschiedene Kämpfe, also beispielsweise Arbeitskämpfe und die feministischen Kämpfe verbinden, und ein gesellschaftliches „Mitte-Unten-Bündnis“ schmieden, dass zusammengeschlossen deutlich stärker sei, als in einzelnen Kämpfen.

Besonders gefreut habe ich mich über die rege und sehr inhaltsvolle Diskussion über Goes‘ Thesen