Nicole Gohlke: Wissenschaft auf eine arbeitsfähige Basis stellen – Stellenentfristungen und eine solide öffentliche Finanzierung sind dringend notwendig

„Der Druck an den Hochschulen auf Studierende und Lehrende steigt unaufhörlich. Schuld daran ist der massive neoliberale Umbau der letzten 20 Jahre, der ohne finanzielle Untermauerung geschehen ist.“, erklärt die hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Nicole Gohlke, anlässlich der heutigen Debatte zur Hochschulfinanzierung im Deutschen Bundestag. Gohlke weiter:

„Dass sich immer mehr junge Menschen für ein Studium entscheiden ist natürlich eine gute Nachricht. Jedoch müssen wachsenden Hochschulen auch wachsende Mittel für eine soziale Infrastruktur und besseren Arbeitsbedingungen zur Verfügung gestellt werden.

Die bestehende finanzielle Unterversorgung der Hochschulen zwingt diese dazu, ihr Personal von einer Befristung in die nächste zu schicken. Motivation und Perspektive für die Beschäftigten bleiben dabei auf der Strecke. Ein weiteres Resultat der Hochschulpolitik der vergangenen 20 Jahre ist ein wesentlich verschlechtertes Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden, das inzwischen bei fast 1:18 liegt.

DIE LINKE. fordert daher eine solide öffentliche Finanzierung der Hochschulen. Dazu zählen unter anderem ein Anreizprogramm, dass es den Hochschulen ermöglichen soll, in den kommenden 10 Jahren 100.000 Stellen zu entfristen sowie die jährliche Anpassung der Bundeszuschüsse, damit diese nicht von Tarifsteigerungen und Inflation aufgefressen werden.

Gute Bildung kostet Zeit und Geld! Nur wenn sie verlässlich und bedarfsgerecht finanziert sind, können Hochschulen vernünftig ausbilden.“