Hochschulen in der Weiterbildung stärken

Heute wurden die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur hochschulischen Weiterbildung veröffentlicht.

Der Wissenschaftsrat betont zu Recht die wachsende Bedeutung, die hochschulische Bildung für das lebensbegleitende Lernen haben sollte. Immer mehr Menschen möchten sich über ihr gesamtes Berufsleben hinweg qualifizieren und weiterlernen. Die gegenwärtigen Strukturen zwingen Hochschulen oft dazu, von diesen Interessierten hohe Gebühren zu verlangen. Um berufsbegleitende und Teilzeitstudien besser zu ermöglichen, muss auch das BAföG reformiert werden und für Menschen geöffnet werden, die neben dem Beruf oder Familienverpflichtungen studieren möchten.

Frau Brockmeier, die Vorsitzende des Wissenschaftsrates, setzt sich zu Recht für eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Lehrpersonals ein. An die 90 Prozent des wissenschaftlichen Personals an den Hochschulen, das keine Professur hat, arbeitet heute in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Das ist untragbar.

Ich hoffe, das Bundes- und Landesregierungen die Empfehlungen und die Kritik des Wissenschaftsrates ernst nehmen und entsprechend den Hochschulen die Möglichkeiten an die Hand geben, ihr Angebot an hochqualitativen Weiterbildungskursen auszuweiten.