MdB Nicole Gohlke

Geschlechter- und regionales Gefälle in den Hochschulleitungen beenden

Die Ergebnisse der Hochschulstudie des Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) sind keine Erfolgsmeldungen. Ein Frauenanteil von nur 25 Prozent in Führungspositionen an den Hochschulen und keine einzige Führungskraft mit ostdeutschen Wurzeln sind ein Armutszeugnis.

Es zeigt sich in diesen Ergebnissen deutlich, dass der vom Bund forcierte Wettbewerb zwischen Hochschulen und Bundesländern faule Früchte trägt: Das politisch in Kauf genommene ökonomische Auseinanderdriften der Bundesländer sowie in der Wissenschaft hat auch zur Folge, dass Top-Führungskräfte in die Regionen abwandern, in denen die Hochschulen besser ausgestattet sind.

Auch der Anteil an Frauen in Hochschulleitungen ist trotz des erfreulichen Anstiegs mit einem Viertel immer noch viel zu gering. Über die Hälfte aller Studienabschlüsse werden von Frauen erbracht, und im Bereich der Promotionen wird seit Jahrzehnten fächerübergreifend ein Drittel bis 40 Prozent der Promotionen von Frauen vorgelegt. Diese Zahlen müssen endlich auch in den Hochschulleitungen erreicht und verbindliche Zielvorgaben für eine geschlechterparitätische Besetzung verankert werden.

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