MdB Nicole Gohlke

Offener Brief: Opfer des Halle-Anschlags wieder BAföG gewähren

Laut Medienberichten soll das Studentenwerk Potsdam als zuständige Stelle für die Ausbildungsförderung die BAföG-Förderung der Studentin Agata Maliszewska mit der Begründung eingestellt haben, dass sie als polnische Staatsangehörige neben ihrem Studium nicht mehr erwerbstätig ist.

Agata Maliszewska ist als Opfer des rechtsterroristischen Anschlags vom 9. Oktober 2019 in Halle schwer traumatisiert. Bei dem Attentat wurden zwei Menschen ermordet, 62 Opfer überlebten nur durch Zufall, darunter Frau Maliszewska. Im September dieses Jahres sagte sie als Zeugin im Prozess gegen den Attentäter aus, was ihre posttraumatische Belastungsstörung erneut verschärft habe. Ein Arzt attestiere, dass sie neben dem Studium keinen Nebentätigkeiten nachgehen soll, da dies ihrem gesundheitlichen Zustand nicht zuträglich ist. Zudem habe Frau Maliszewska aufgrund der Corona-Pandemie ihre Nebenbeschäftigung an der Universität Potsdam ohne eigenes Zutun verloren. Da Agata Maliszewska nach Beurteilung des Gesamtbildes vollkommen unverschuldet aufgrund eines Terroranschlags in diese Notsituation geraten ist und sie aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht am Erwerbsleben teilhaben kann, fordert Nicole Gohlke das Studentenwerk Potsdam nachdrücklich auf, Frau Maliszewska wieder die BAföG-Förderung zu gewähren.

Offener Brief: Opfer des Halle-Anschlags wieder BAföG gewähren
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