MdB Nicole Gohlke

Streit um Schließung weiterer Postfilialen in Bayern

Die Post hat allein in Bayern in den letzten drei Jahren 18 Filialen zugemacht. Trotz zum Teil erheblicher örtlicher Proteste. Das geht aus einer Linken-Anfrage bei der Bundesregierung hervor. Deswegen äußert die Münchner Abgeordnete Nicole Gohlke den Vorwurf, dass die Dienstleistungen der Post zu Lasten der Bürger immer schlechter werden.

Breiter Widerstand gegen Postschließung in München

Beispiel München, Schwanthalerhöhe, Bergmannstraße: hier gibt es eine große Post mit Postbank und Servicecenter – aber möglicherweise nicht mehr lange. Es wehrt sich der Bezirksausschuss gegen die Schließung der Postbankfiliale zum Jahresende. Eine breite Koalition von CSU und FDP bis hin zu den Linken setzt sich dafür ein, dass die Post dort weitermacht. Die Postbank sagt dazu auf BR-Anfrage, dass sie kontinuierlich ihr Filialnetz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit überprüfe.

„Was wir auf der Schwanthalerhöhe in München erleben ist das, was im ländlichen Bayern schon lange Einzug hält. Die Deutsche Post schleift die Grundversorgung. Jedes Jahr verschwinden in Bayern im Schnitt zwei Postfilialen und seit 2010 wurden im Freistaat über 300 Briefkästen abmontiert.“

Nicole Gohlke

Gohlke wirft der Post vor, dass sie die Grundversorgung schleife. Wenn jedes Jahr zwei Postfilialen in Bayern verschwinden und weiter Briefkästen abgehängt würden, dann sei das unsozial und gehe zu Lasten der Lebensqualität in den Ortschaften und Stadteilen.

„Wer weniger mobil und nicht internetaffin ist, hat das Nachsehen. Die Verzehnfachung der Beschwerden zu Postdienstleistungen in Bayern seit 2014 wirft auch ein unrühmliches Licht auf die Deutsche Post. Das Unternehmen soll wieder Verantwortung für die Menschen vor Ort übernehmen, statt für seine Aktionäre.“

Nicole Gohlke

Bayerischer Rundfunk vom 20.02.2021 Zum Artikel

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