Kritik an fehlender Hilfe für Forschende

Nicole Gohlke, wissenschatspolitische Sprecherin der Linken, hält es für fatal, dass die Corona-Regelungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz nicht verlängert wurden. „Bundesbildungsministerin Karliczek torpediert damit die berufliche Qualifikation von Tausenden Wissenschaftlern“, sagte Gohlke dem Tagesspiegel. Neue Beschäftigte an den Hochschulen würden durch den Wegfall der Corona-Verlängerung mit Befinn ihres Arbeitseinstiegs benachteiligt. Wissenschaft und Lehre würden im Homeoffice eben „deutlich mehr Zeitaufwand“ mit sich bringen.

„Durch das Impfdesaster wird sich die Ausnahmesituation wohl nicht nur im Sommersemester, sondern bis zum Jahresende fortsetzen“, erklärte Gohlke. Angesichts der hohen Zahl befristeter Stellen an Unis und Forschungseinrichtungen wäre eine zweite Corona-Novelle „nicht nur die einzig vertretbare, sondern auch machbare Lösung.“

Aus einer Antwort des BMBF auf eine Anfrage Gohlkes geht hervor, dass das Ministerium keinen Überblick hat, wie viele Wissenschaftler*innen die Verlängerung ihrer Befristung genutzt haben. Das liege in der Verantwortung der „Vertragsparteien vor Ort“, heißt es.

Der Tagesspiegel vom 31.03.2021

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage:
„Befristete Beschäftigungsverhältnisse an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der COVID-19-Pandemie“

Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage:
Mögliche Verlängerung des Wissenschafts- und Studierendenunterstützungsgesetz

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