MdB Nicole Gohlke

Bundeshilfen für benachteiligte Kinder in Corona-Pandemie sind mangelhaft

Das Bundeskabinett hat ein soganntes „Aufholpaket“ für Kinder und Jugendliche im Umfang von 2 Milliarden Euro beschlossen. Dazu erklärt Nicole Gohlke:

„Das Aufholpaket der Bundesregierung ist völlig unzureichend, um den tatsächlichen Bedarf an Lernstückständen zu schließen. Denn aus dem Programm der Bundesregierung stehen jedem Kind weniger als 150 Euro zur Verfügung.

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie treffen nicht alle gleichermaßen hart. Vor allem Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien sind die Leidtragenden. Ohnehin bestehende Bildungsdefizite oder soziale Problemlagen haben sich im vergangenen Jahr enorm verschärft. Die durch die Pandemie entstandenen Defizite sind hoch und werden kaum ausgeglichen.

Statt durch das Aufholpaket kurzfristig vor allem private Nachhilfeinstitute zu unterstützen, müsste die Bundesregierung die Schulen langfristig besser ausstatten durch externe Fachkräfte, Schulsozialarbeit, modernere Klassenräume und eine zeitgemäße digitale Ausstattung.

Der Fokus des Aufholpakets liegt zu stark auf der Bekämpfung von Leistungsdefiziten. Gerade jetzt wäre es dringend nötig, den Leistungsdruck aus der Bildung herauszunehmen. Statt allein auf Nachhilfe zu setzen, müssten zusätzliche Betreuungsangebote außerhalb von Schulen und Kitas finanziert werden um Rückstände im sozialen Bereich aufzufangen. Dazu gehören Sommercamps, Sportangebote, begleitete Ausflüge, Sprachschulungen und zusätzliche Kapazitäten für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.“

Pressemitteilung vom 05.05.2021

Bundeshilfen für benachteiligte Kinder in Corona-Pandemie sind mangelhaft
Nach oben scrollen