MdB Nicole Gohlke

Viele Senioren in Bayern mit niedriger Rente

Vor allem Frauen betroffen – Linke fordert Mindestbetrag.

Von den mehr als drei Millionen Rentnern in Bayern haben vergangenes Jahr 1,85 Millionen eine besonders niedrige Rente bekommen – weniger als 1200 Euro pro Monat. Der Großteil davon waren Frauen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Münchner Abgeordneten Nicole Gohlke (Linke) hervor. Seit 2009 sind die Zahlen auf hohem Stand nur leicht zurückgegangen. Laut Bundesregierung arbeiten 1,21 Millionen Vollzeitbeschäftigte für einen Lohn unter 2950 Euro und damit unterhalb des Schwellenwerts für eine Rente von 1200 Euro. Die Linke fordert deshalb eine solidarische Mindestrente von 1200 Euro, die einkommens- und vermögensgeprüft ausgezahlt wird. Das gesetzliche Rentenniveau müsse auf 53 Prozent angehoben werden, damit das Geld zum Leben reicht, betont Gohlke. Alle Erwerbstätigen müssten dafür in die Rentenversicherung einzahlen.

Münchner Merkur vom 04.09.2021

Viele Senioren in Bayern mit niedriger Rente
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