MdB Nicole Gohlke

Studierende verschulden sich mit fast zwei Milliarden Euro

Zwei Milliarden Euro Schulden in Form von Studienkrediten und von Oktober an keine Nothilfe mehr: Die Regierung ist mit der Coronabilanz in Sachen Studienfinanzierung zufrieden, die Opposition hält das für zynisch.

„Dass Frau Karliczek die ohnehin mageren Nothilfen sang- und klanglos auslaufen lässt, obwohl die Pandemie noch längst nicht überstanden ist, zeugt von völliger Realitätsferne“, schimpft Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Linke im Bundestag. Das Bildungsministerium stelle die Studierenden im Wintersemester erneut vor die Wahl zwischen Kreditverschuldung und unsicheren Nebenjobs.

Viele Studierende seien von drei Corona-Semestern ausgezehrt oder hätten mit Prüfungsrückständen zu kämpfen, sagt Gohlke: „Auf eine angebliche Normalisierung im prekären Minijobsektor hinzuweisen ist zynisch.“ Die Kündigungsfrist betrage in der Regel nur einen Monat, und es gebe kein Anrecht auf Kurzarbeitergeld: „Das ist weder normal, noch bringt es finanzielle Sicherheit im Studium.“

Spiegel Online vom 22.09.2021 Zum Artikel

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