MdB Nicole Gohlke

Jobperspektiven statt Befristungswahn

Nach 14 Jahren Befristungswahn müssen die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft endlich verbessert werden. Die Belastung durch immer neue Zeitverträge ist für viele Beschäftigte verheerend. Es stehen viel zu wenige Festanstellungen zur Verfügung, obwohl in Lehre und Forschung unzählige Daueraufgaben zu erfüllen sind. Dass im öffentlichen Dienst neun von zehn Wissenschaftler:innen unter 45 Jahren befristet angestellt sind, ist inakzeptabel. Wenn der Staat zum prekären Arbeitgeber wird, läuft etwas völlig falsch. Ein „Weiter so“ wäre ein Schlag ins Gesicht all jener, die in der Corona-Pandemie die Hochschulen am Laufen halten. „Ich bin Hanna“ ist der Ruf nach einem grundlegenden Wandel unseres Hochschulsystems. Hunderttausende an den Hochschulen erwarten mehr Respekt und konkrete Jobperspektiven. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz gehört auf den Prüfstand. Es braucht schleunigst eine Reform für 50 Prozent entfristete Stellen. Vertragslaufzeiten müssen auf mindestens zwei bis vier Jahre angehoben werden. Gute Wissenschaft gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen.

Pressemitteilung vom 09.11.2021

Jobperspektiven statt Befristungswahn
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