Querdenker und Reichsbürger verschicken Drohbriefe an Schulen und Kitas

Führende Köpfe der „Querdenken“-Bewegung haben nach Angaben der Bundesregierung gezielt Schulen ins Visier genommen. Auch gebe es Drohbriefe von „Reichsbürgern“ an Lehrerkollegien und Kitas. Linkspartei und Gewerkschafter fordern Konsequenzen.

Sogenannte Querdenker und Reichsbürger haben nach Angaben der Bundesregierung auch Schulen und Kitas im Blick. Der Regierung sei bekannt, dass Gegner der Corona-Maßnahmen und der Impfkampagne in einzelnen Fällen vor Schulgebäuden demonstrierten und „dabei zuweilen auch das Zwiegespräch mit Schülern suchten“.

Das ergab sich aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. „Hierbei handelte es sich zum Teil auch um führende Personen der ‚Querdenken-Bewegung'“, schreibt das Ministerium weiter.

Die Bildungsexpertin der Linken, Nicole Gohlke, nannte die Befunde alarmierend. „Ich erwarte vom Bundeskriminalamt und den Länderpolizeien, dass sie alles dafür tun, damit Beschäftigte und Kinder ohne Angst vor Einschüchterungen in die Schulen und Kitas gehen können.“ Was heute noch Hetze ist, könnte sehr bald in tätliche Übergriffe übergehen, warnt sie.

Tagesschau.de vom 16.01.2022 Zum Artikel

Share this Post