Endlich Gemeinschaftsaufgabe beim Hochschulbau

„Für die Bewältigung des massiven Investitionsstaus muss das Kooperationsverbot in der Bildung vollständig aufgehoben werden und eine Gemeinschaftsaufgabe Bildung ins Grundgesetz. Der Rückzug des Bundes aus der Finanzierung des Hochschulbaus war ein Fehler“, erklärt Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin und stellv. Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heute veröffentlichten Positionspapiers des Wissenschaftsrates zu den „Problemen und Perspektiven des Hochschulbaus – Hochschulinfrastruktur zukunftsfähig gestalten“. Gohlke weiter:

„Laut Wissenschaftsrat beläuft sich der Investitionsstau auf 60 Milliarden Euro. Wenn wir unsere Hochschullandschaft für die Zukunft gestalten wollen und nicht nur Mängelverwaltung betreiben wollen, muss der Bund wieder und umfassend in die Förderung einsteigen. Länder und Kommunen werden das allein nicht stemmen können. Die politisch Verantwortlichen sollten endlich aufhören, die Zahlen klein zu reden. Daneben müssen in Absprache mit den Ländern gemeinsam definierte Standards formuliert werden, dass alle baulichen Maßnahmen im Sinne einer Förderung von Räumen, Hygiene, Digitalisierung und Inklusion an Hochschulen umgesetzt werden, Förderprogramme sind entsprechend zu öffnen und in ihren Volumina anzupassen.“

Linksfraktion vom 24.01.2022 Zum Artikel

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