Leichter Bafög-Anstieg, aber schlechte Prognose bis 2026

Die Bundesregierung möchte, dass das BAföG wieder mehr Menschen erreicht. Eine Schriftliche Frage von mir, über die der Tagesspiegel berichtet, deckt nun jedoch auf, dass die Zahl der BAföG-Geförderten in den nächsten Jahren trotz BAföG-Reform stetig sinken soll.

„Auf Anfrage von Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag, heißt es aus dem BMBF, die Zahl der insgesamt mit dem Bafög geförderten werde 2022 rund 467.000 betragen, im Folgejahr 466.000, 2024 nur noch 418.000 und 2025 auf 385.000 fallen. In vier Jahren könnten es der Prognose zufolge nur noch 319.000 Bafög-Empfänger sein.

[…]

Eine erneute Reform schnell anzugehen, mahnt Fragestellerin Nicole Gohlke an. „Trotz vollmundig angekündigter Reform inklusive Nachbesserungen soll es in vier Jahren 150.000 weniger Bafög-Beziehende als jetzt geben“, kritisiert sie in einem Statement für den Tagesspiegel. „Die Bundesregierung spart also noch mit ihrer Bafög-Reform.“ Das sei „zynisch und deutlich zu wenig“.

Gohlke fordert die Bundesregierung auf, beim Bafög „am besten noch vor dem Winter nachzubessern“. Vor dem Hintergrund der Inflation und steigender Energie- und Nahrungsmittelpreise brauche es „ein armutsfestes Bafög, welches zum Leben reicht“. Die Linken-Politikerin schlägt vor, die Wohnpauschale in einen regional gestaffelten Mietkostenzuschuss umzuwandeln, der die wirklichen Wohnkosten abdeckt.“

Share this Post