Aus dem Bundestag

Nicole gohlke: Studieren ohne Abitur braucht bessere Rahmenbedingungen

„Es ist erfreulich, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger ohne Abitur in den letzten Jahren gestiegen ist. Wenn man bedenkt, dass im Jahr 2012 laut CHE bereits 2,5 Prozent aller Studierenden in Deutschland ihr Studium ohne Abitur aufnahmen, kann der aktuelle Anteil von 2,6 Prozent jedoch nur darauf hinweisen, dass wir uns auf diesen Zahlen nicht ausruhen können. Es scheint seit Jahren doch eher einen Stillstand in Sachen sozialer Öffnung und Durchlässigkeit der Hochschulen zu geben, als eine Normalisierung der Kombination von Berufs- und Hochschulbildung. Zum Vergleich: Der Anteil der Studierenden ohne Abitur liegt in anderen EU Ländern schon seit Jahren deutlich höher,

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Rede: BAföG braucht grundlegende Reform

Das BAföG, eine der großen Errungenschaften unter Willy Brandt, droht, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Studieren ist wieder zu einer Frage des Geldbeutels geworden. Eine Erhöhung der Fördersätze um zehn Prozent wäre eine wichtige Sofortmaßnahme und besser als die Ankündigung der Koalitionsparteien, bis 2021 untätig zu bleiben. Aber nötig ist eine grundlegende Reform, damit das BAföG seinen Zweck wieder erfüllen kann, Bildung allen zugänglich zu machen. Hierzu meine Rede in Bundestag:

Außerdem findet ihr hier meine Kurzintervention zur Selbstgefälligkeit der Bundesregierung über ihre letzte BAföG Novelle:

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Nicole Gohlke: BAföG-Bericht zeigt dringenden Handlungsbedarf

Den heute erschienenen 21. BAföG-Bericht der Bundesregierung kommentiert Nicole Gohlke, Hochschul- und Wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag:

 

„Der neue BAföG-Bericht formuliert eine klare To Do-Liste für die neue Bundesregierung. Über zwei Drittel der Studierenden müssen heute neben ihrem Studium einer Erwerbsarbeit nachgehen. Der Anteil der Geförderten liegt gleichzeitig so tief seit der Wiedervereinigung nicht mehr, und die durchschnittlich gezahlten Förderbeträge sind in den fünf Jahren des Berichtszeitraums um magere drei Prozent gestiegen. In Deutschland zu studieren bedeutet heute für die große Mehrheit der Studierenden ein Leben unterhalb der Armutsgrenze.

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Nicole Gohlke: Neue Rekordzahlen bei Studierenden verlangen neuen Anlauf in der Hochschulpolitik

„Die anhaltend hohen Studierendenzahlen zeigen, wie viele junge Menschen sich erwartungsvoll für eine akademische Bildung entscheiden. Die Studienbedingungen, auf die sie treffen, werden aber von der chronischen Unterfinanzierung der Hochschulen geprägt. Und die hat auch für die Beschäftigten des Mittelbaus, die den Großteil der Lehre und Forschung tragen, dramatische Auswirkungen“, erklärt die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Nicole Gohlke, zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen der Studierenden und Studienanfängerinnen und -anfänger an deutschen Hochschulen. Die Hochschulexpertin weiter:

„Über 90 Prozent der Beschäftigten im Mittelbau haben nur befristete Arbeitsverträge,

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Nicole Gohlke: Hochschulen brauchen verlässliche Finanzierung

Zu dem massiven Rückgang der an Hochschulen gezahlten Drittmitteln, den das Statistische Bundesamt errechnet hat, erklärt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag:

„Die Unternehmen haben den deutschen Hochschulen 2015 400 Millionen Euro weniger zur Ko-Finanzierung von Forschungsvorhaben zukommen lassen als im Jahr zuvor. Das ist ein Rückgang, den die Hochschulen schmerzlich zu spüren bekommen.

Dieser plötzliche Rückgang auf das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung belegt eindrücklich, welchem Risiko die Hochschulen ausgesetzt werden, indem die öffentliche Hand sich aus ihrer Finanzierung zurückzieht und sie auf das Einwerben von Geldern aus der Wirtschaft verweist.

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Nicole Gohlke: Studien- und Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

„Die künftige Regierung muss die eklatanten Missstände im Hochschulsystem zur Kenntnis nehmen und die Situation der Studentinnen und Studenten und sowie der Beschäftigten endlich verbessern“, erklärt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutigen Sondierungsgespräche zum Bereich Bildung. Nicole Gohlke weiter:

 

„Akut erleben wir zu Semesterbeginn, dass Studentinnen und Studenten gerade in Großstädten kaum bezahlbaren Wohnraum finden. Seit 2010 sind die Mieten in München beispielsweise um über 50 Prozent angestiegen, der Anteil für Wohnkosten im BAföG stieg im selben Zeitraum aber nur um zwölf Prozent.

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Für eine starke Linke – im Parlament, auf der Straße und vor Ort

Heute hat sich der neue Bundestag konstituiert.
Ich freue mich darauf einen Beitrag zu leisten, dass die neue Bundestagsfraktion der LINKEN die soziale Opposition wird, die dieses Land so dringend braucht! Wir brauchen im Bundestag eine glaubwürdige Stimme gegen Armut bei Kindern und im Alter, gegen unsichere Arbeitsverhältnisse und unbezahlbare Mieten, genauso wie gegen die zunehmende rassistische Spaltung!
In den Medien werden wir aller Voraussicht nach weniger zu finden sein: Nicht weil wir die schlechteren Argumente haben, sondern weil auf die SPD-Fraktion als Regierung im Wartestand und auf die Provokationen der AfD wohl mehr mediale Aufmerksamkeit gelegt werden wird.
Deshalb brauchen wir mehr denn je eine starke Partei,

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Auswertung der Kleinen Anfrage „Wissenschaftsfreiheit und Angriffe gegen die Gleichstellungs- und Geschlechterforschung (Gender-Studies)“ der Fraktion DIE LINKE

wir haben die Bundesregierung zu ihrer Einschätzung zu den Angriffen von Rechts auf die Gender Studies befragt. Die Antwort der Regierung findet ihr hier. Im Folgenden unsere Auswertung:

O- Ton Nicole Gohlke:
„Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der LINKEN zu „Wissenschaftsfreiheit und Angriffen gegen die Gleichstellungs- und Geschlechterforschung“ offenbart einmal mehr den großen Nachholbedarf der Bundesregierung bei diesem Thema.
Zwar attestiert die Bundesregierung den Gender Studies eine „große Bedeutung“ – dieses politische Statement wird aber durch die gerade einmal 0,24 Prozent der Forschungsgelder in diesen Bereich konterkariert.

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Standpunkt: Persönliche Erklärung: NPD stoppen – mit den richtigen Methoden

NPD stoppen – mit den richtigen Methoden

 

Persönliche Erklärung nach §31 der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages
zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 21)

 

Wir enthalten uns bei der Abstimmung zur Änderung des Grundgesetzes.

Die NPD ist eine neofaschistische Partei, die in der programmatischen Tradition der NSDAP steht. Sie ist eine antisemitische, islamfeindliche, rassistische und menschenverachtende Partei. Sie ist organisch mit rechten Kameradschaften und rechten Schlägertruppen verwoben. Sie gehört auf allen Ebenen politisch bekämpft. Die politische Bedeutungslosigkeit, in der sie heute verschwunden ist,

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Rede: Der Wissenschaftsbetrieb wird regelrecht prekarisiert

Der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017 belegt erneut: Befristete Beschäftigung ist für das wissenschaftliche Personal längst zum Normalfall geworden. Mit schlimmen Folgen für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler. Hierzu meine Rede im Bundestag:

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