Reden
13. Juni 2013

Der letzte Bildungsbericht weist erschreckende Zahlen auf: Im Jahr 2009 haben 77% der Kinder von Akademikerinnen und Akademikern ein Studium aufgenommen. Nur 13% der Kinder von Eltern ohne akademischen Hintergrund fingen im selben Jahr ein Studium an. DIE LINKE. fordert die Erhöhung und Ausweitung des BAföG um diese soziale Selektion zu bekämpfen. Wir fordern eine Erhöhung der BAföG-Sätze um mindestens 10% sowie auch eine Gewährung des BAföG als Vollzuschuss. Zu diesem Thema habe ich folgende Rede zu Protokoll gegeben, auch nachzulesen auf der Seite der Linksfraktion.

 

Herr / Frau PräsidentIn, Kolleginnen und Kollegen,

der letzte Bildungsbericht hat erneut gezeigt: der Bildungsstatus der Eltern hat nicht nur einen enormen Einfluss darauf, ob ein Kind ein Gymnasium besuchen wird. Auch die Chance, überhaupt eine Studienberechtigung zu erwerben und ein Studium zu beginnen, hängen davon ab. Von 100 Kindern, deren Eltern einen akademischen Abschluss vorweisen können, nahmen im Jahr 2009 77 ein Studium auf, während es bei Kindern, deren Eltern einen Hauptschulabschluss haben, nur 13 waren. Und der Bericht zeigt noch etwas Erschreckendes: Auch wenn Jugendliche eine Studienberechtigung erworben haben, variiert die Wahrscheinlichkeit zu studieren mit dem Bildungsstatus der Eltern - und das bei gleicher schulischer Leistung! Jetzt werden die Vertreter von Union und FDP gleich wieder entgegen: „Ja, aber wir haben ein durchlässiges Bildungssystem. Man kann auch über die berufliche Bildung zur Hochschule kommen." Aber auch hierzu macht der Bildungsbericht eine eindeutige Aussage: Die tatsächliche Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschule ist trotz der schon eingeleiteten Maßnahmen zur Öffnung des Hochschulzugangs noch sehr begrenzt.

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17. Mai 2013

Der Bologna Prozess hat in seiner Geschichte große Konflikte hervorgerufen. Es gab immer wieder Protest von Lehrenden und Studierenden. Die Bundesregierung stellte immer wieder auf Ignoranz und ließ die Dinge im Sande verlaufen. Dabei ist die drängende Frage nach der sozialen Lage der Studierenden auch im Jahre 14 von Bologna weiterhin unbeantwortet. Noch immer ist in der Bundesrepublik die Chance von Kindern aus akademischen Elternhäusern ein Studium aufzunehmen sechsmal höher, als bei Kindern aus sogenannten bildungsfernen Schichten. Dem muss endlich Abhilfe geschaffen werden. Zu diesem Thema habe ich folgende Rede zu Protokoll gegeben, auch nachzulesen auf der Seite der Linksfraktion.

 

Herr / Frau PräsidentIn, Kolleginnen und Kollegen,

von Anfang an waren mit der Umsetzung der Bologna-Reform große Schwierigkeiten verbunden:
eine massive Zunahme an zeitlicher Belastung, an Workload und Prüfungen, eine Verschlechterung hinsichtlich eines selbstbestimmten, kritischen und interdisziplinären Studierens, die Entstehung neuer sozialer Hürden durch den Master oder die Verknappung von Studieninhalten durch die Verkürzung der Regestudienzeit.

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19. April 2013

In München stehen über 750 Studierende Schlange, als das Studentenwerk im Herbst gerade mal 150 Wohnheimplätze verlost. Studierende werden in Turnhallen oder in Containern untergebracht, Tausende nehmen in Kauf, jeden Tag mehrere Stunden zu ihren Unis zu pendeln. Während die Lage immer prekärer wird, bleibt die Regierung untätig. Die Schaffung von studentischem Wohnraum muss endlich wieder Thema werden! Hierzu meine heutige Rede im Bundestag.

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17. April 2013

Jahr für Jahr kommen mehr StudienanfängerInnen an die Hochschulen und finden dort immer schlechtere Studienbedingungen vor. Jahr für Jahr haben Studierende und Lehrende – teilweise mit heftigen Protesten und Streiks – die Bundesregierung auf ihre Situation aufmerksam gemacht.Die Koalition hat Jahr für Jahr an den realen Bedarfen vorbeigeplant und trägt nach wie vor die Verantwortung für die zugespitzte Situation an den Hochschulen. Hierzu meine heutige Rede im Bundestag.

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21. März 2013

In den letzten Jahren ist an den Hochschulen eine neue Bewegung entstanden, gegen Rüstungsforschung und für Zivilklauseln, also für die Verpflichtung der Hochschulen auf friedliche und zivile Forschung und Lehre. DIE LINKE unterstützt diese Anliegen und fordert im vorliegenden Antrag, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern endlich Maßnahmen ergreift, damit dem Forschen für den Krieg und für Waffen eine klare Absage erteilt wird. Nach der vorausgegangenen Debatte im Ausschuss ist zu erahnen, dass sich leider SPD und Grüne gegen den Antrag zur ausschließlich zivilen und friedlichen Lehre und Forschung an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aussprechen werden. Sie verzerren in ihren Argumentationen den Begriff "Frieden" bis zur Unkenntlichkeit und erklären stattdessen den Krieg zur ultimativen Waffe für den Frieden. Zu unserem Antrag habe ich folgende Rede zu Protokoll gegeben:

 

Frau / Herr PräsidentIn, Kolleginnen und Kollegen,


das renommierte „Stockholm International Peace Research Institut", kurz SIPRI, hat diese Woche eine neue Studie zu den weltweiten Waffenexporten veröffentlicht. Wie auch schon in den letzten Jahren ist Deutschland traurigerweise wieder ganz vorne mit dabei. Mit 7% der weltweiten Exporte landet Deutschland auf Platz 3, vor ihr nur die USA und Russland.


Dass die Bundesrepublik der drittgrößte Waffenexporteur der Welt ist, ist eigentlich schon Skandal genug. Aber dass die Entwicklung von Kriegs- und Mordwerkzeug auch an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen stattfindet, setzt noch eins drauf und bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende in erhebliche ethische Schwierigkeiten.


Laut den Antworten auf eine Kleine Anfrage der LINKEN erhielten in den letzten 10 Jahren mindestens 47 Hochschulen Forschungsaufträge aus dem Verteidigungsministerium, und Kooperationen der Hochschulen mit der Rüstungsindustrie, z.B. mit EADS, mit Eurocopter, mit Krauss-Maffei und Rheinmetall nehmen stetig zu.

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13. Dezember 2012

Tausende von jungen Menschen werden jährlich vom Studium abgehalten. Schuld daran ist nicht nur der Mangel an Studienplätzen. Gerade bei Jugendlichen aus nicht-akademischen Elternhäusern ist es oft die finanzielle Abschreckung, die die Kosten eines Studiums mit sich bringt.

Bundesweite Bildungsproteste haben in den letzten Jahren das Thema „Gebührenfreie Bildung" auf die politische Agenda gebracht und Druck auf die Politik aufgebaut, so dass in Bayern sogar die CSU inzwischen für die Abschaffung der Studiengebühren ist. Das Thema kann auch in Niedersachsen bei den kommenden Landtagswahlen wahlkampfentscheidend sein.

Bei der LINKEN ist die Haltung zu Studiengebühren eine prinzipielle und nicht eine, die je nach Kassenlage oder Wahltaktik neu entschieden wird. DIE LINKE ist grundsätzlich gegen Studiengebühren, die die Hochschulzulassung einschränken und als soziales Selektionssystem wirken. Hierzu meine heutige Rede im Bundestag in Schriftform oder als Video:

 

 
23. November 2012

 

Der Bildungshaushalt 2013 wird den gesellschaftlichen Herausforderungen in keinster Weise gerecht. Immer noch bestimmt die soziale Herkunft den Bildungserfolg in der Bundesrepublik. Die Chance von Kindern aus akademischen Elternhäusern ein Studium aufzunehmen, ist sechsmal höher als bei Kindern aus sogenannten bildungsfernen Schichten. 2,2 Millionen Menschen im Alter von 20-34 haben keinen Berufsabschluss. Aber anstatt den Bildungsetat aufzustocken, rühmt sich die Bundesregierung damit, dass er nicht noch geringer wird. Der Bildungsetat macht wieder einmal deutlich, dass wir endlich eine Umverteilung von oben nach unten brauchen, um auch mehr Geld in Bildung investieren zu können. Hierzu meine heutige Rede im Bundestag.

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26. Oktober 2012

Im Jahr 2011 fehlten über 100.000 Studienplätze. Auch in den kommenden Jahren werden immer mehr junge Menschen ein Studium aufnehmen wollen - ein Teil von ihnen wird ohne Studienplatz dastehen, wenn es nach den Plänen von schwarz-gelb geht. Während tausende von jungen Menschen der Zugang zu einem Bachelor- /Masterstudium verwehrt wird hält die Bundesregierung an ihrem völlig unzureichenden Hochschulpakt fest. Die Fraktion DIE LINKE fordert in ihrem Bundeshochschulzulassungsgesetz, dass jeder Studienberechtigte auch das tatsächliche Recht auf einen Studienplatz erhält und den freien Zugang zum Master für alle Bachelor-AbsolventInnen. Zu diesem Thema habe ich folgende Rede zu Protokoll gegeben, auch nachzulesen auf der Seite der Linksfraktion:

Herr / Frau Präsident/in, Kolleginnen und Kollegen,

genauso wie im letzten und wie im vorletzten Jahr diskutieren wir wieder zu Semesterbeginn das Problem der fehlenden Studienplätze.

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