18. Januar 2012   Pressemeldungen
Bundesregierung sollte sich in Sachen BAföG nicht mit ihren Quoten schmücken

"Natürlich ist es zu begrüßen, dass nominell immer mehr Studierende BAföG erhalten, allerdings sollte sich die Bundesregierung mit dem Eigenlob etwas zurückhalten: Schließlich gibt es durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht auch viel mehr Studierende", so Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum heute im Kabinett vorgestellten BAföG-Bericht der Bundesregierung. "Aufgrund fehlender Personalkapazitäten warten derzeit tausende Studierende auf die Bearbeitung ihres BAföG-Antrages und erhalten seit drei Monaten keinen Cent. Dass sich die Bundesregierung mit guten Quoten schmückt, während die Studierenden ihre Miete nicht zahlen können, ist wirklich ein Skandal." Gohlke weiter:

"Auf die Frage, wie ein Studierender Miete, Verpflegung und Studienmaterial von durchschnittlich 436 Euro bezahlen soll, gibt Ministerin Schavan keine Antwort. Das BAföG muss endlich an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. DIE LINKE fordert die sofortige Anhebung des BAföG um zehn Prozent, eine Rückkehr zum Vollzuschuss und einen mittelfristigen Ausbau zu einer elternunabhängigen Förderung. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Aufnahme eines Studiums nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist."

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