Bewegung: Platz da! – Gemeinsam gegen BAGIDA

Nicole Gohlke auf der Kundgebung

Nicole Gohlke auf der Kundgebung

Gestern, am 12.01.15, wurde der rassistisch motivierte Aufmarsch der sogenannten BAGIDA (Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes) lautstark in ihre Schranken verwiesen. Auch ich beteiligte mich zusammen mit über 20000 anderen demokratischen und weltoffenen MünchenerInnen an den Gegenaktionen. DIE LINKE ist Teil des breiten Bündnisses gegen die PEGIDA-Ableger in München und ruft auch weiterhin dazu auf, sich den RassistInnen bei jedem Aufmarsch entschlossen und laut entgegenzutreten!

Das Märchen von einer angeblichen Islamisierung Deutschlands lockte allerdings auch diesmal in München kaum BürgerInnen an. Auf den Kundgebungen am 05. und 12. Januar versammelten sich gerade einmal einige dutzend bzw. mehrere hundert stadtbekannte RechtsextremistInnen. Für die große BAGIDA-Demo, auf der laut Schätzung der Polizei 15 hundert TeilnehmerInnen waren, wurde augen-scheinlich bayernweit mobilisiert. So sind viele Neo-Nazi-Kader aus dem Umland angereist.

20150112_2_thumb_large0_900Gleichzeitig demonstrierten mehrfach tausende von MünchenerInnen für eine weltoffene Stadt, für die Rechte von Geflüchteten und gegen jegliche rassistische Ausgrenzung. Somit wird klar was PEGIDA ist: eine rassistische Massenmobilisierungskampagne und keine Bewegung von besorgten BürgerInnen. Schon seit einiger Zeit verschiebt ein Großteil der rechten Szene den inhaltlichen Schwerpunkt ihrer Straßenproteste weg von der Traditionspflege, wie den Heß-Mahnwachen, hin zum antimuslimischen Rassismus und zur Islamfeindlichkeit. Diese taktische Änderung findet nicht im luftlehren Raum statt, sondern versucht gezielt an rassistische Vorurteile der bürgerlichen Mitte anzuknüpfen. In der öffentlichen Debatte wird der Islam seit Jahren mehrheitlich mit negativen Thematiken in Verbindung gesetzt und oft pauschal als demokratie-, frauenfeindlich und homophob dargestellt. So wurde ein Nährboden geschaffen, auf dem die rechte PEGIDA-„Bewegung“ versucht aufzubauen. Es ist daher wichtig sich den Rechten immer wieder konsequent und entschlossen in den Weg zu stellen. Umso wichtiger ist es den islamfeindlichen und anti-muslimischen Tendenzen der Mehrheitsdebatte argumentativ entgegen zu treten. Meine Solidarität gilt all denen, die von rechter Gewalt und rassistischen Ausschlüssen betroffenen sind!

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