Guter und kritischer Journalismus braucht eine bessere Bezahlung

Seit fast drei Monaten verhandeln die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der Journalistenverband mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) um bessere Arbeitsbedingungen für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten. Konkret geht es um 4,5% mehr Geld und mindestens 200€ mehr für Jungredakteure und Volontäre. In den letzten Jahren lag die Entwicklung der Tarifentgelte meistens weit hinter den Zuwächsen der Verlage. Nachdem in den ersten vier Verhandlungsrunden durch die BDZV kein akzeptables Angebot vorgelegt wurde, weiten die Gewerkschaften die Streiks in den Tageszeitungsredaktionen vor Beginn der nächsten Verhandlungen am 25. April aus.

Nicole Gohlke, MdB unterstützt die Forderungen der Gewerkschaften und erklärt sich solidarisch mit den streikenden Redaktionen: „Wer guten und kritischen Journalismus haben will, muss seine Journalistinnen und Journalisten gut bezahlen. Während der Druck in den Redaktionen immer weiter steigt, ist die Gehaltsentwicklung der letzten Jahre sehr zurückhaltend.

Es liegt an den Verlagen, die Attraktivität des Journalismus wieder zu steigern. Gerade für Studienabgänger muss mehr drin sein. Nur mit der Liebe zum ihrer Berufung und mit ihrem Idealismus können sie ihr Leben nicht finanzieren. Darunter leidet die Qualität eines wichtigen Bestandteils unserer Demokratie. Journalismus ist mehr wert!

DIE LINKE kämpft für einen grundlegenden Kurswechsel in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Wirtschaftspolitik und für ein neues Normalarbeitsverhältnis. Die Löhne müssen für ein gutes Leben und für eine Rente reichen, die den Lebensstandard im Alter sichert. Arbeit muss für alle Menschen sicher und unbefristet, tariflich bezahlt, sozial abgesichert und demokratisch mitgestaltet sein.“