Nicole Gohlke fordert Wohnraum dem Markt zu entziehen

Vor einem Monat wurden 292 Wohnungen am Harras als Teil eines großen Wohnungsdeals an die dänische Pensionskasse PFA verkauft. Zum Vorstoß der Münchner-SPD das Vorverkaufsrecht für diese Wohnungen zu nutzen, erklärt Nicole Gohlke, Münchner Bundestagsabgeordnete und stellvertretendes Mitglied des Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen: „DIE LINKE begrüßt jede Entwicklung mit der Wohnraum wieder zurück in die öffentliche Hand geführt wird. Jahrelang haben die Stadt, das Land und der Bund dies versäumt. Scheinbar hat die SPD nun den Schuss gehört, dass es höchste Zeit wird zu handeln. Leider kommt diese Erkenntnis reichlich spät. Es bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nicht nur um ein Wahlkampfmanöver handelt, sondern wirklich gehandelt wird.

Von den Käufern der Anlage ist wenig Positives zu erwarten. Wenn bereits im Vorfeld des Verkaufs von „zusätzlichem Mietsteigerungspotenzial“ gesprochen wird, ist glasklar wo die Reise hingeht. Bezahlbarer Wohnraum wird nach und nach dem Renditestreben geopfert. Somit wird die Verdrängung ganzer Bevölkerungsschichten weiter vorangetrieben. Deswegen wollen wir sukzessive Wohnraum dem privaten Wohnungsmarkt entziehen. In erster Linie soll Kommunen, aber auch Genossenschaften und Mieterinnengemeinschaften der Rückkauf von Wohnungen ermöglicht und durch die öffentliche Hand gefördert werden. Wir brauchen endlich einen großen Wurf in der Wohnungspolitik, damit das Menschrecht Wohnen nicht zu einem Luxusgut verkommt!“