MdB Nicole Gohlke

Keine Soforthilfe für Studierende in Not?

Die Forderung nach Soforthilfe für Hochschüler, die in der Corona-Krise ihren Job verloren haben, prallt an der Bundesregierung ab. Betroffene sollten lieber aufs Amt gehen und Hartz-IV beantragen, rät das Bildungsministerium. Kritiker sprechen von einem sozialpolitischen Skandal. Bei Ministerin Karliczek ticken die Uhren anders.

Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, äußerte sich am Donnerstag entsetzt angesichts der Haltung der großen Koalition. „Die Notlage der fast drei Millionen Studierenden wird konsequent ignoriert“, bemerkte sie im Gespräch mit Studis Online. „Dass diese faktisch keinen Anspruch auf Soforthilfen haben, ist ein sozialpolitischer Skandal und verdeutlicht die Haltung der Bundesregierung: Studieren soll offenbar nur, wer reiche Eltern hat.“ Kann-Bestimmungen und die individuelle Chance auf mögliche Härtefallreglungen wären keine Lösung, führte Gohlke weiter aus. Stattdessen brauche es „umgehend klare Regelungen und rückzahlungsfreie Sozialkredite, damit die Betroffenen im ganzen Land Planungssicherheit bekommen und weiterhin ihre Mieten zahlen können“.

Studis Online vom 26.03.2020 Zum Artikel

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