„Hartz-IV ist denkbar schlechteste Lösung“

Von Instrumenten wie dem Kurzarbeitergeld profitieren Studenten in der Regel nicht. Die Bundesregierung will daher das Hartz-IV-System auch für Studierende öffnen. Das geht aus einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Nicole Gohlke hervor.

Als „denkbar schlechteste Lösung” bezeichnete Gohlke die Ideen aus dem Haus von Ministerin Karliczek. „Das ist eine weltfremde Konstruktion. Wovon sollen Studierende das Geld zurückzahlen?”, sagte Gohlke dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es gebe riesige Hürden für Darlehen. In einem langen Prozess müssten Studenten dem Amt glaubhaft machen, nichts zu besitzen. „Und am Ende gibt es keine Garantie, dass das Geld ausgezahlt wird”, so die Linken-Fachfrau. Gohlke schlägt stattdessen vor, nicht abgerufene Bafög-Mittel aus dem letzten Haushaltsjahr – immerhin 922 Millionen Euro – zu nutzen, um Studenten unter die Arme zu greifen.

Redaktionsnetzwerk Deutschland vom 07.04.2020 Zum Artikel

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