MdB Nicole Gohlke

LINKE fordert Bund-Länder-Initiative gegen Lehrkräftemangel

Auf Antrag der Linksfraktion debattiert der Bundestag morgen den Antrag „Lehrkräftemangel beheben – Gute Bildung sichern“. Darin fordert die LINKE ein Bund-Länder-Programm zur Finanzierung neuer Lehramtsstudienplätze, um den Dauer-Notbetrieb an den Schulen zu entschärfen. Konkret sollen ab 2027 mindestens 10.000 zusätzliche Lehrkräfte pro Jahr bereitstehen.

Nicole Gohlke, Hochschul- und Wissenschaftspolitische Sprecherin, betont die Notwendigkeit: „Die Bundesregierung hat viel zu lang zugeschaut, wie der eklatante Lehrkräftemangel verwaltet wird. Der Föderalismus darf im Bundesbildungsministerium nicht als Ausrede dienen, um die Schulen mit dem Personalengpass allein zu lassen. Schleppende Digitalisierung und Lehrkräftemangel sind zwei Seiten einer Medaille. Zu wenige Lehrerinnen und Lehrer und zu große Klassen bedeuten am Ende schlechtere Bildungschancen und eine Verschärfung sozialer Ungleichheit in der Schülerschaft. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten unter Mehrfachbelastung und sollen nach dem Willen der Landesregierungen in Bayern und Baden-Württemberg sogar noch mehr Stunden leisten. Die Coronakrise wird zum Burnoutbeschleuniger, wenn wir nicht schleunigst umsteuern. Quereinsteiger in Crashkursen auszubilden kann keine Dauerlösung sein.

Bund und Länder müssen jetzt das Lehramtsstudium und den Beruf aufwerten. Lehrerinnen und Lehrer verdienen mehr Anerkennung, gerade an den Grund- und Mittelschulen wie auch an den Förder- und Berufsschulen. Um gute Bildung für die Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, muss die Arbeitsbelastung sinken. Wir fordern mehr Studienplätze, einen Rechtsanspruch auf das Masterstudium und einen Ausbildungsschwerpunkt digitale Didaktik.“

LINKE fordert Bund-Länder-Initiative gegen Lehrkräftemangel
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