MdB Nicole Gohlke

Frist bleibt Frust

Es war ein zwiespältiges Jubiläum, das die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag mit einer Konferenz begangen hat. Vor zehn Jahren startete die Gewerkschaft mit ihrem »Templiner Manifest« eine Kampagne für bessere Arbeitsbedingungen im »Mittelbau« der Hochschulen. Und trotzdem besteht das alte Problem fort: Das Gros der wissenschaftlichen Mitarbeiter ist noch immer befristet beschäftigt, hangelt sich von Vertrag zu Vertrag. Und die Coronakrise hat die Situation vieler noch verschärft.

Nicole Gohlke (Linke) äußerte die Hoffnung, dass die parteiübergreifende Einigkeit zu schnellen Veränderungen führt. Sie erinnerte daran, dass ihre Fraktion in dieser und der vorigen Legislaturperiode beantragt habe, dass die Bundesregierung jede neu geschaffene feste Stelle im Wissenschaftsbetrieb zwei Jahre lang mit 10 000 Euro fördern solle, um so einen Anreiz für die Erhöhung des Anteils der unbefristeten Stellen zu schaffen. Dies sei aber jeweils nicht nur von der Großen Koalition, sondern auch von den anderen Oppositionsparteien abgelehnt worden.

Neues Deutschland vom 26.11.2020 Zum Artikel

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