MdB Nicole Gohlke

Linke: So stark steigen Wohnkosten in Bayern

Weniger Leistungsberechtigte, aber mehr Ausgaben für Wohnen und Heizung: Wie die Antwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag zeigt, die der AZ exklusiv vorliegt, haben 2020 rund 402.000 Arbeitssuchende in Bayern 1,1 Milliarden Euro für Unterkunft und Heizung beansprucht.

„Die gestiegenen Ausgaben bei insgesamt weniger Leistungsberechtigten weisen auf eine deutliche Steigerung der Pro-Kopf-Ausgaben hin. Insgesamt sind die durchschnittlichen Ausgaben je Leistungsberechtigte seit 2009 um 28 Prozent angestiegen, sagte die Münchner Bundestagsabgeordnete und bayerische Spitzenkandidatin der Linken, Nicole Gohlke, dazu der AZ. Sie kritisiert: „Der Staat zahl die Mietenexplosion kräftig mit. Für die Steuerzahler bedeuten steigende Mietpreise eine milliardenschwere Belastung. Die Bundesregierung unterstützt lieber indirekt die Immobilienkonzerne als Kostentreiber, anstatt die Ursachen des Mietenwahnsinns anzupacken.“

Sie findet: „Statt durch immer höhere Ausgaben teure Mieten und hohe Gewinne der Immobilienwirtschaft zu subventionieren, wäre es viel sinnvoller, mit einem Mietendeckel die Kostenspirale zu stoppen und mehr Geld in den sozialen Wohnungsbau zu investieren.“

Abendzeitung vom 11.09.2021

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